Tennisarm

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Der Tennisarm (laterale Epicondylalgie) bezeichnet Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Betroffen ist vor allem der Bereich, an dem Sehnen der Unterarmstreckmuskulatur am äußeren Ellenbogen ansetzen. Die Beschwerden treten nicht nur beim Tennis auf.

Typische Beschwerden

Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Greifen, Heben, Drehen oder wiederholte Bewegungen von Hand und Unterarm können Beschwerden auslösen. Die Griffkraft kann schmerzbedingt vermindert sein.

Entstehung

Ein Tennisarm wird häufig mit wiederholter oder ungewohnter Belastung der Unterarmmuskulatur in Verbindung gebracht. Auch eine rasche Steigerung von Arbeits- oder Trainingsbelastungen kann eine Rolle spielen.

Der Begriff „Entzündung“ beschreibt den länger bestehenden Zustand nur unvollständig; bei chronischen Beschwerden spielen Veränderungen des Sehnengewebes eine wichtige Rolle.

Belastungssteuerung

Eine vollständige langfristige Ruhigstellung ist normalerweise nicht das Ziel. Sinnvoll kann sein, besonders schmerzhafte Belastungen zunächst zu reduzieren und anschließend die Belastbarkeit schrittweise wieder aufzubauen.

Auch Bewegungsabläufe bei Arbeit oder Sport können überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Krafttraining und Rehabilitation

Gezielte Übungen für Handgelenk- und Unterarmmuskulatur können Bestandteil der Behandlung sein. Die Belastung wird dabei an die Beschwerden angepasst und schrittweise gesteigert. Dieses Prinzip entspricht einer kontrollierten progressiven Überlastung.

Allgemeines Krafttraining kann ergänzend sinnvoll sein, sofern es die Beschwerden nicht unangemessen verstärkt.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Dauer und Stärke der Beschwerden können physiotherapeutische und ärztliche Maßnahmen infrage kommen. Kurzfristige Schmerzbehandlung, Bandagen oder andere Verfahren werden individuell eingesetzt. Nicht jede angebotene Therapie ist gleich gut wissenschaftlich belegt.

Für homöopathische Mittel gibt es keinen belastbaren Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit über Placeboeffekte hinaus.

Operation

Eine Operation ist nur bei einem kleinen Teil der Betroffenen erforderlich und kommt üblicherweise erst bei lang anhaltenden Beschwerden nach Ausschöpfung konservativer Möglichkeiten in Betracht.

Wann medizinisch abklären?

Starke oder anhaltende Schmerzen, deutlicher Kraftverlust, ausgeprägte Bewegungseinschränkungen, Beschwerden nach einem Unfall oder neurologische Symptome sollten medizinisch untersucht werden.

Vorbeugung

Eine schrittweise Steigerung ungewohnter Belastungen, ausreichende Regeneration und eine angemessene Belastungssteuerung können helfen, Überlastungsprobleme zu vermeiden.

Siehe auch