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Version vom 12. November 2020, 09:39 Uhr

Ernährung

Makronährstoffe

Proteine

Proteine sind Eiweißstoffe, die dem Aufbau und der Erhaltung der Muskeln und Organe sowie der Erhaltung der Leistungsfähigkeit dienen. Daher heißen sie auch Proteine (griechisch protos: der Erste), weil sie die ersten, also wichtigsten Stoffe sind; denn ohne Eiweiß gäbe es kein Leben. Proteine werden im Organismus im Speziellen für den Aufbau von Enzymen, Hormonen, Schutzfunktionskörpern (z.B. für das Immunsystem und die Blutgerinnung), Muskelproteinen, Bindegewebsproteinen (in Sehnen und Knorpeln) und zum Aufbau von Zelloberflächen wie Haut, Haar und Nägeln eingesetzt. Da der Körper Eiweiß nur in stark begrenztem Maße speichern kann, müssen mit der Nahrung ständig neue Mengen zugeführt werden. Grundbausteine der Proteine sind Aminosäuren.

Aminosäuren

Setzt sich ein Proteinmolekül aus zwei Aminosäuren zusammen, spricht man von einem Dipeptid, bei drei Aminosäuren von einem Tripeptid und so weiter. Mehr als zehn Aminosäuren bilden Polypeptide. Bestimmte Aminosäuren können vom Organismus nicht selber synthetisiert werden. Man bezeichnet sie als unentbehrliche Aminosäuren. Insgesamt nutzt der Körper 20 verschiedene Aminosäuren zum Aufbau von Proteinen („proteinogene Aminosäuren“), 8 davon sind unentbehrlich. Unentbehrliche Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht aus Vorstufen selbst herstellen, sondern muss sie über die Nahrung aufnehmen. Weiterhin gibt es konditionell, d.h. bedingt unentbehrliche Aminosäuren, die unter bestimmten Umständen zugeführt werden müssen. Zum Beispiel ist die Aminosäure Histidin für den Säugling unentbehrlich, nicht jedoch für den Erwachsenen.

Einteilung der Aminosäuren nach ihrer Entbehrlichkeit
Unentbehrliche Aminosäuren Entbehrliche Aminosäuren Bedingt unentbehrliche Aminosäuren
Isoleucin Alanin Arginin
Leucin Asparaginsäure Cystein
Lysin Asparagin Glutamin
Methionin Glutaminsäure Glycin
Phenylalanin Serin Prolin
Threonin Tyrosin
Tryptophan
Valin

Kohlenhydrate

Fette

Sekundäre Pflanzenstoffe

Vitamine

Vitamin A (Retinol, ß-Karotin)

Enthalten in Eigenschaften Stoffwechselfunktion Auswirkungen bei Mangel

Leber, Milch, Butter, Eigelb, Möhren, Tomaten, Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Paprika, Erbsen, Mais, Kopfsalat Provitamin Carotin besonders in Möhren enthalten

  • fett- und wasserlöslich
  • hitzebeständig
  • licht-/sauerstoffempfindlich

Kochverlust: 20 %

  • wirksamer Bestandteil des Sehpurpurs
  • Provitamin wirkt antioxidativ
  • Erblindung
  • bei Hypovitaminose schlechteres Dämmerungssehen und bei Avitaminose

Nachtblindheit;

  • Verhornung der Epithelzellen (Hyperkeratosen)
  • Wachstums­hemmungen


Vitamin D (Calciferole) Vitamin E (Tocopherole) Vitamin K Vitamin B1 (Thiamin) Vitamin B2 (Riboflavin) Vitamin B3 (Niacin) Vitamin B5 (Pantothensäure) Vitamin B6 (Pyridoxin) Vitamin B7 (Biotin) Vitamin B9 (Folsäure) Vitamin B12 (Cobalamin) Vitamin C (Ascorbinsäure)