Bakerzyste: Unterschied zwischen den Versionen

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==Therapie mit Medikamenten==
 
==Therapie mit Medikamenten==
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Zur Behandlung der Schmerzen stehen die klassischen Medikamente aus dem Bereich der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) zur Verfügung. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel Diclofenac und Ibuprofen. Zusätzlich zur Schmerzlinderung wirken sie auch Entzündungen entgegen. Des Weiteren gibt es sogenannte Cox-2-Hemmer, die ähnlich wirken wie die klassischen NSAR, aber weniger Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben.
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Für die medikamentöse Behandlung einer Bakerzyste wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.
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Kortison  ist ein auch natürlich im Körper vorkommendes Hormon (Cortisol), das zahlreiche Wirkungen hat, unter anderem eine stark entzündungshemmende. Da es bei hohen Dosierungen oder langfristiger Anwendung aber erhebliche Nebenwirkungen  hat, muss es mit Bedacht eingesetzt werden. Bei der Bakerzyste kann der Arzt Kortison in das Kniegelenk spritzen, damit der Wirkstoff dort die entzündlichen Vorgänge vorübergehend stoppt. Dies sollte aber nicht öfter als dreimal pro Jahr geschehen.
 
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Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, Hyaluronsäure in das Gelenk zu spritzen. Das klingt widersprüchlich, weil Hyaluronsäure ja den Hauptbestandteil der Synovia ausmacht, von der eigentlich zu viel vorhanden ist. Hyaluronsäure verbessert aber die Qualität des Knorpelgewebes im Gelenk, dessen Schädigung häufig der Grund für eine Bakerzyste ist. Insofern kann der Einsatz dieser Substanz langfristig doch positive Effekte erzielen.
 
  
 
==Physiotherapie==
 
==Physiotherapie==

Version vom 16. November 2021, 08:40 Uhr

Beschreibung

Die Bakerzyste (auch Baker-Zyste), verdankt ihren Namen einem englischen Chirurgen namens William Baker. Der stieß im 19. Jahrhundert bei einigen Patienten auf eine Zyste im Knie, genauer gesagt in der Kniekehle, und beschrieb dieses Phänomen als erster.

Symptome

Je größer die Bakerzyste ist, desto wahrscheinlicher verursacht sie auch Probleme. Kleinere Zysten bleiben dagegen oft ohne Symptome. Wie groß eine Bakerzyste wird, hängt einerseits davon ab, wie lange sie sich entwickeln konnte und variiert andererseits mit der mechanischen Belastung am betroffenen Knie. Zyste und Belastung hängen dabei wie folgt zusammen: Auf eine starke Beanspruchung des bereits geschädigten Gelenks reagiert der Körper mit einer gesteigerten Entzündungsreaktion und somit einer vermehrten Bildung von Synovia.

Dementsprechend schwillt eine Bakerzyste bei Belastung, etwa durch Sport oder körperliche Arbeit, zusätzlich an. Umgekehrt wird sie wieder kleiner, sobald das Knie für einige Tage geschont wird. Solange man die Grunderkrankung nicht behandelt, nimmt die Bakerzyste aber meist kontinuierlich an Volumen zu und ruft irgendwann Symptome hervor. Dazu gehören mitunter:

  • eine tastbare Schwellung in der Kniekehle, sobald die Bakerzyste eine gewisse Größe erreicht hat (ab ca. 2 cm).
  • die spürbare Bewegung von Flüssigkeit unter der Haut der Kniekehle. Dieses Phänomen bezeichnet man in der Medizin als Fluktuation.
  • zunächst ein unbestimmtes Druckgefühl an der Rückseite des Knies durch die Bakerzyste. Kniekehle und obere Wade können auch zunehmend schmerzen.
  • Durchblutungsstörungen sowie Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungen am Unterschenkel und Fuß, wenn die Zyste auf Gefäße und Nerven im Bereich der Kniekehle drückt

Ursache und Risikofaktoren

Zu einer abnormal vermehrten Produktion von Synovia in der Kniegelenkskapsel kommt es vor allem dann, wenn das Kniegelenk geschädigt ist. Sei es durch Verschleiß, Verletzungen oder Entzündungen.

Die häufigsten Ursachen für das Auftreten einer Bakerzyste sind:

  • Arthrose: Mit zunehmendem Alter treten bei vielen Menschen an den Gelenken Abnutzungserscheinungen auf. Das Kniegelenk wird bei körperlicher Aktivität besonders stark beansprucht.
  • Meniskusschäden: Wenn eine der beiden Knorpelscheiben im Kniegelenk reißt, etwa durch einen Unfall, entsteht durch die Reizung mehr Synovia. Davon sind auch jüngere Menschen betroffen.
  • Arthritis: Entzündungen im Kniegelenk haben häufig rheumatoide Erkrankungen als Ursache. In selteneren Fällen sind aber auch Bakterien die Auslöser.

Die beiden größten Risikofaktoren für eine Bakerzyste sind ein höheres Lebensalter sowie, auch bei jüngeren Menschen, Tätigkeiten und Sportarten, die mit einer hohen Kniebelastung einhergehen. Gelegentlich sind auch Operationen die Auslöser einer Bakerzyste. Knie-TEP-OPs und Kreuzband-Rekonstruktionen wären hierfür Beispiele.


Behandlung

Bei der Therapie unterscheidet man zwischen symptomatischen und kausalen Ansätzen. Symptomatische Methoden lindern nur die von einer Bakerzyste hervorgerufenen Beschwerden, während die kausale Therapie auf die eigentliche Ursache der Erkrankung abzielt. Nicht jede Bakerzyste muss behandelt werden. Solange sie keine Probleme verursacht, kann man auch abwarten.

Therapie mit Medikamenten

Für die medikamentöse Behandlung einer Bakerzyste wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.

Physiotherapie

Verschiedene physiotherapeutische Maßnahmen helfen, die Symptome einer Bakerzyste zu lindern. So gibt es etwa spezielles Kraft- und Beinachsentraining oder auch Wassertraining – Methoden, die gelenkschonend helfen, die Muskulatur rund um das Kniegelenk zu kräftigen und die Reizsituation zu reduzieren. Allerdings muss, abhängig von der Grunderkrankung, immer erst ärztlich abgeklärt werden, ob eine Physiotherapie in Frage kommt.


(vgl. Grosser Marian, Bakerzyste, 26.05.2016, URL: www.netdoktor.de/krankheiten/bakerzyste, Abruf am: 16.11.2021)