Bandscheibenvorfall
Ein Bandscheibenvorfall ist eine Veränderung der Bandscheibe, bei der Bandscheibenmaterial durch den äußeren Faserring nach außen tritt. Er kann an verschiedenen Abschnitten der Wirbelsäule auftreten, besonders häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Inhaltsverzeichnis
Entstehung
Bandscheiben verändern sich im Laufe des Lebens. Belastung, Alterungsprozesse und individuelle Faktoren beeinflussen ihre Struktur. Ein Bandscheibenvorfall entsteht daher meist nicht durch ein einzelnes Ereignis.
Mögliche Beschwerden
Ein Bandscheibenvorfall kann symptomlos bleiben. Werden Nervenstrukturen gereizt oder komprimiert, können Schmerzen ausstrahlen. Möglich sind außerdem Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine verminderte Muskelkraft.
Diagnose
Die Beurteilung richtet sich nach Beschwerden und körperlicher Untersuchung. Bildgebende Verfahren können bei bestimmten Fragestellungen ergänzend eingesetzt werden. Ein Befund in einer Bildaufnahme bedeutet nicht automatisch, dass er die Ursache vorhandener Schmerzen ist.
Behandlung und Bewegung
Die Behandlung hängt von Symptomen und Schweregrad ab. In vielen Fällen erfolgt sie zunächst konservativ. Angepasste Bewegung und ein schrittweiser Wiederaufbau der Belastbarkeit können dabei eine wichtige Rolle spielen. Später kann auch individuell angepasstes Krafttraining Bestandteil des Aufbaus sein.
Warnzeichen
Neu auftretende starke Lähmungserscheinungen, Probleme mit Blasen- oder Darmkontrolle oder Gefühlsstörungen im Bereich von Gesäß und Genitalregion müssen dringend medizinisch abgeklärt werden.